VDMA: Deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbauer zeigen weiterhin Flagge in Iran

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Verhaltenes erstes Halbjahr 2018 für deutsche Exportlieferungen nach Iran | VDMA Iran Management Meeting für Netzwerk und Erfahrungsaustausch | Deutsche Gemeinschaftsbeteiligung auf der Iranplast 2018

Für das letzte Jahr sah die Exportbilanz für die deutschen Kunststoff- und Gummimaschinenhersteller gut aus: In 2017 konnten sie Marktanteile im Iran hinzugewinnen. Ob sich dieser Trend im laufenden Jahr fortsetzt, bleibt abzuwarten. Die gesunkenen Lieferungen in den ersten sechs Monaten 2018 geben für die zweite Jahreshälfte Anlass zu nur verhaltener Hoffnung.

Deutschland gewinnt Marktanteile bei weltweit sinkenden Exportlieferungen
Im Jahr 2017 entsprachen die weltweiten Exportlieferungen von Kunststoff- und Gummimaschinen in den Iran einem Gesamtwert von 206 Mio. Euro. Mit 99 Mio. Euro hatte China den größten Anteil daran. Deutschland folgte mit 38 Mio. Euro auf Rang zwei. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die weltweiten, allen voran die chinesischen Lieferungen jedoch deutlich, während die deutschen Exporte stark zunahmen. Daraus resultiert ein gestiegener deutscher Marktanteil im Iran, der momentan bei knapp 20 Prozent liegt. Der chinesische Anteil an allen Lieferungen in den Iran sank dagegen beachtlich und liegt nun bei unter 50 Prozent.

Deutsche Maschinenexporte im ersten Halbjahr 2018 um 11 Prozent gesunken
Im ersten Halbjahr 2018 exportierte der deutsche Kunststoff- und Gummimaschinenbau Maschinen im Wert von 22 Mio. Euro in den Iran. Dies bedeutet eine Abschwächung von 11 Prozent gegenüber den ersten sechs Monaten 2017. Im Ranking der wichtigsten Exportdestinationen Deutschlands fällt der Iran damit vom 25. auf den 28. Rang.
„Mit Wachstumsraten beim Kunststoffverbrauch von jährlich knapp 6 Prozent betrachten wir Iran für die Kunststoffbranche weiterhin als einen Markt mit großem Potential“, erläutert Thorsten Kühmann, Geschäftsführer des Fachverbands Kunststoff- und Gummimaschinen im VDMA. „Die zusehends schwieriger werdenden politischen Rahmenbedingungen zeigen, neben den nach wie vor unzureichenden Finanzierungsmöglichkeiten, ihre Wirkung“, so Kühmann weiter. „Wir halten dagegen mit Kontinuität, indem wir auch in schwierigeren Zeiten Flagge zeigen.“

VDMA Iran Management Meeting – Netzwerktreffen und Erfahrungsaustausch
Seit 2015 organisiert der VDMA-Fachverband Kunststoff- und Gummimaschinen ein Iran Management Meeting für seine Mitglieder. Auch in diesem Jahr trafen sich im Vorfeld der Iranplast knapp 20 Mitgliedsunternehmen des VDMA, um sich zu aktuellen Themen der Verbandsarbeit auszutauschen. Neben der Standardisierung digitaler Schnittstellen für Industrie 4.0 stand auch die Circular Economy in der Kunststoffindustrie auf der Agenda. Das Konzept der Kreislaufwirtschaft wird für die Kommunikation von VDMA und Mitgliedern auf der K 2019 eine zentrale Rolle spielen.

Deutsche Gemeinschaftsbeteiligung auf der Iranplast 2018 deutlich kleiner
Die gesunkenen Exportzahlen für 2018 machen sich auch bei der Größe der deutschen Gemeinschaftsbeteiligung auf der heute eröffneten internationalen Fachmesse für Kunststoff und Kautschuk, Iranplast, bemerkbar. In diesem Jahr präsentieren 17 deutsche Unternehmen ihre innovativen Produkte und Dienstleistungen auf der Messe. Damit ist die Ausstellerzahl um mehr als die Hälfte gesunken.


 

Pressekontakt:
Ina Vettkötter
Kommunikation
VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen
Telefon: +49 69 6603-1844
E-Mail: ina.vettkoetter@vdma.org


VDMA Kunststoff- und Gummimaschinen
Mehr als 200 Unternehmen sind Mitglied im Fachverband, sie decken über 90 Prozent der Branchenproduktion in Deutschland ab. Zehn Prozent unserer Mitgliedsfirmen kommen aus Österreich, der Schweiz und Frankreich. Die deutschen Mitgliedsunternehmen stehen für einen Umsatz von 7 Milliarden Euro im Kernmaschinenbau und 10 Milliarden Euro inklusive der Peripherietechnologie. Jede vierte weltweit hergestellte Kunststoffmaschine kommt wertmäßig aus Deutschland; die Exportquote liegt bei 70 Prozent. Vorsitzender des Fachverbands ist Ulrich Reifenhäuser, geschäftsführender Gesellschafter der Reifenhäuser GmbH & Co KG.

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